Endlich ich

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Räume im Kopf

Keine Frage, Selbstständig Sein ist toll. Man gestaltet seinen Beruf weitgehend nach eigenen Vorstellungen und teilt sich seine Zeit frei ein. Das hört sich nach viel Freiheit an. Jein, denn viel Freizeit beinhaltet diese Freiheit nicht. Als EPU ist es nämlich gar nicht so leicht, kraft der eigenen Arbeit (die blöderweise irgendwie begrenzt ist durch den 24-Stunden-Tag und die eigenen Ressourcen) ein entsprechendes Scherflein zu verdienen, mit dem man glücklich und zufrieden durch sein Leben surft.
Ok, finanziell ausgeglichen und damit erfolgreich zu sein als EPU ist definitiv möglich und gelingt mir jetzt schon seit einigen Jahren, aber geruhsam ist es nicht. Es braucht Ausdauer und ein breites Kreuz. Verschnaufpausen sind rar.

 

Wo ist meine gesunde Grenze?

Macht das glücklich? Ist das auf Dauer gesund? Kann ich alles aushalten? Oder präsentiert mir mein Körper irgendwann die Rechnung? Hineinpowern und „Alles geben im Job“ macht manchmal großen Spaß. Je länger man es aber tut, um so erschöpfender wird es (und der Spaß endet dann auch sehr schnell). Das Schreckgespenst „Burn out“ trifft doch immer nur die anderen. Oder doch nicht? Wo verläuft die Grenze zwischen „gut ausgelastet“ und „ausgelutscht“?

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich finde, diese Grenze ist kann man selbst ganz schlecht erkennen. Möglicherweise sehen Freunde und Bekannte Anzeichen von Erschöpfung früher als man selbst überhaupt darüber nachdenkt. Und das gibt mir zu denken. Schließlich habe ich in meiner Shiatsu-Praxis viele Menschen, die schon viel zu erschöpft sind und mit körperlichen und psychischen Folgen davon hadern. Aber wie es in einem selbst aussieht, bleibt oft ein Buch mit sieben Siegeln.

 

Die Freiheit, die ich mir nehme hat ihren Preis

Klar spürst du als Selbstständige, dass du „mal Urlaub brauchst“. Gerade zum Ende/Anfang eines Jahres, wenn ich zwei Wochen Ruhe hab, stell ich mir immer die Frage ob sich mein Arbeitsleben „gut anfühlt“.

Wenn ich ehrlich bin, würde ich mir Im Moment noch ein oder zwei Wochen mehr wünschen, die ich mit Nichtstun und Faulenzen verbringen kann. Das gilt es aber gut abzuwägen. Man hat ja nicht nur kein Urlaubsgeld sondern auch noch den Verdienstentgang in der freien Zeit zu schultern. Und auch Kunden warten nicht gern.

Gleichzeitig sitzt den Selbstständigen die SVA mit ihren hohen Beiträgen und Nachzahlungen im Nacken, und auch das Finanzamt verlangt ihren Obulus, Fixkosten laufen, egal, ob du etwas verdienst oder nicht. Da ist es wirklich ganz schwer möglich, einfach mal sorglos mehr als zwei Wochen aus dem Radl auszusteigen.

 

2019 – auf der Suche nach Raum für Träume

Oft wäre ein „Kopf frei bekommen“ aber auch für uns Selbstständige ganz wichtig. Denn nur ein freier Kopf ist kreativ, bastelt fast von selbst an Ideen und hat den Raum, sie wachsen zu lassen.
Ich bin deshalb selbstständig geworden, weil ich mehr Freiheit wollte. Aber auch jetzt muss ich mir jeden Freiraum hart erarbeiten. So lange die Existenz immer gleich auf dem Spiel steht, bleibt die Leichtigkeit auf der Strecke.

2019 wird für mich deshalb die Suche nach dieser Leichtigkeit, die es mir erlaubt, mir diesen zeitlichen „Raum im Außen“ zu nehmen, um „dem Raum im Kopf wieder mehr Weite zu geben“.

Hast du schon eine Lösung dafür gefunden? Wie gehst du mit dem Thema um? Lass es mich wissen!

Deine "Midlife Bitch"
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