Endlich ich

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Das Marketing der kleinen Dinge (Teil 2)

Im 1. Teil des „Marketing der kleinen Dinge“ haben wir geklärt, was Markting ist, warum es so wichtig ist, eine Geschichte zu erzählen, wie du deine Zielgruppe findest und was dein Produkt/deine Dienstleistung ausmacht. Heute möchte ich dir zeigen, in welche Falle viele von uns am Anfang beim Marketing tappen. Außerdem stelle ich dir ein paar Dinge vor, mit denen du als erfolgreiche Frau die Basis für einen soliden Marketingauftritt legen kannst, ohne viel Geld in die Hand zu nehmen.

Der größte Marketingfehler

Hast du schon ein Bild im Kopf, was du deinen Wunschkunden über dich und über dein Produkt erzählen möchtest? Schmückst du gerade in allen Farben aus, wie dein Produkt aussieht, was daran so toll ist und welche großartigen Angebote du hast? STOPP!

In den letzten Sätzen (und Gedanken) hat sich ein Fehler eingeschlichen. In jedem dieser Sätze kommt das Wörtchen „du“, also aus deiner Sicht „ich“ vor. Damit versäumen wir das Wichtigste beim Marketing. Wir gehen von uns selbst aus und versetzen uns nicht in die Rolle unseres Kunden.

Wie oft liest man Marketingbotschaften wie: „Coaching ist eine Beratungsmethode, die im Unterschied zur klassischen Beratung keine Lösungsvorschläge macht sondern die Entwicklung eigener Lösungen begleitet. Bei mir finden Sie Einzelcoaching, Teamcoaching und Projektcoaching. In einem strukturierten Gespräche zwischen einem Coach und dem Klienten werden z.B. Fragen des beruflichen Alltags besprochen. Dabei fungiert der Coach als neutraler, kritischer Gesprächspartner und verwendet je nach Ziel Methoden aus dem gesamten Spektrum der Personal- und Führungskräfteentwicklung.“

Schnarch. Kein Kunde wird auf so eine Botschaft reagieren.

Warum nicht? Ist doch alles so schön beschrieben? Genau deshalb.

Denn gutes Marketing beschreibt nicht – es erzählt eine Geschichte in der sich der Kunde selbst mitspielen sieht, in der er/sie der Held ist und jede Szene fühlen kann. Und ganz wichtig, eine Geschichte, die ein Bedürfnis oder eine (verborgene) Sehnsucht deiner Kunden anspricht.

Geschichten, die Sehnsüchte wecken

Wie könnte das Beispiel also besser funktionieren?

„Steckst du gerade fest im Leben? Musst du eine wichtige Entscheidung treffen und blickst nicht so richtig durch? Hast du das Gefühl, mit einer Situation überfordert zu sein? Dann komm zum Coaching. Dein Coach kann dir als Person mit Blick von außen helfen, neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten zu sehen? Beim entspannten Zweiergespräch in ruhiger Umgebung bin ich dein Berater, Sparring-Partner, Freund und Feedback-Geber und gemeinsam decken wir blinde Flecken und hinderliche Muster auf und machen dich wieder handlungsfähig, damit du dein Leben selbstbestimmt schöner machen kannst.“

Hast du jetzt ein Bild von einer hellen freundlichen Praxis im Kopf, mit schönen Sesseln und einem netten, kompetenten Gegenüber? Hast du begonnen darüber nachzudenken, ob diese Sessel bequem sind und ob dieses Coaching nicht auch vielleicht dein Leben verändern könnte? So funktionieren Geschichten, die Kundenbedürfnisse wecken, von denen die Kunden noch gar nicht wussten, dass sie sie hatten.

Finde deine Botschaft

Nimm dir ein Blatt Papier und schreibe dir folgendes auf:

  • Was wünscht sich dein Wunschkunde? (nicht ein Coaching sondern z.B. mehr Erfolg im Beruf oder mehr Harmonie in seiner Beziehung)
  • Entdecke dich und dein Produkt aus seiner Sicht neu und überleg dir, wie du deinen Kunden zum Helden deiner Geschichte machen kannst in der dein Produkt/deine Dienstleistung seine Wünsche erfüllt.
  • Formuliere die Geschichte kurz und knackig in 2-3 Sätzen als Botschaft.

5 unverzichtbare Marketing-Tools für wenig Geld

Ok, du hast jetzt eine Botschaft. Das ist toll, denn sie ist die Basis für alles, was du an Marketingaktivitäten starten wirst. Sie beeinflusst deinen Firmennamen, die Farben, die du für dein Design verwendest, deinen Kleidungsstil und, und, und. Welche Marketing-Tools kannst du nun aber nutzen, um deine Botschaft ohne großes Budget an die Frau und an den Mann zu bringen? Die ersten drei Tipps sind kostenlos machbar. In die letzten zwei solltest du unbedingt investieren (aber keine Angst, mit den richtigen Partnern sind die Summen überschaubar)

  1. Email-Signatur

Erstelle dir eine prägnante E-Mail-Signatur mit allen wichtigen Kontaktdaten und gern auch mit einem Slogan, der zu deiner Botschaft passt. Diese Signatur erinnert potenzielle Kunden jedes Mal an das, was du anbietest und bei Bedarf muss er nicht erst mühsam nach Kontaktdatensuchen (Menschen sind faul und suchen in der Regel nicht sondern lassen es dann einfach und schwupps, ist dir der Kunde durch die Lappen gegangen). Diese Signatur kannst du auch in anderen Medien verwenden, z.B. auf Facebook in jedem Posting, auf Instagram, Pinterest, Google+, in Newslettern und natürlich auf deiner Website.

  1. Netzwerkveranstaltungen

Besuche Veranstaltungen auf denen sich deine potenziellen Kunden treffen. Oft gibt es Vorstellungsrunden, in denen du dein Unternehmen kurz beschreiben kannst. Auch im persönlichen Zweiergespräch kannst du erwähnen, was du tust und welchen Nutzen deine Kunden daraus ziehen. Vielleicht hat ja auch dein Gegenüber diesen Bedarf und zeigt Interesse?

  1. Kooperationen

Möglicherweise ergibt sich ja auf einer Netzwerkveranstaltung oder via Social Media auch eine Kooperation mit einem/r anderen erfolgreichen Selbstständigen deren/dessen Angebot sich mit deinem gut ergänzt? Ihr könnt z.B. Flyer austauschen, Kunden weiterempfehlen, gemeinsam Raum nutzen und sogar neue Projekte entwickeln. Je nach Sympathie funktionieren solche Kooperationen gut oder weniger gut. Achte dabei auf Augenhöhe, bring dich aktiv in die Kooperation ein und zieh dich zurück, wenn das Gefühl hast, dein Kooperationspartner nutzt dich nur aus.

  1. Visitenkarten/Flyer

Sobald du nicht mehr nur im stillen Kämmerlein vor dich hinarbeitest, wird es Zeit, Visitenkarten und Flyer/Handzettel zu erstellen und immer griffbereit in der Tasche zu haben. Was nutzt dir das tollste Gespräch mit einem potenziellen Kunden, wenn er danach deinen Namen vergisst und auf Nimmerwiedersehen verschwindet? Eine aussagekräftige, schöne Visitenkarte hinterlässt einen bleibenden Eindruck und führt bei mir immer wieder dazu, dass Menschen plötzlich nach einem halben Jahr bei mir anrufen, weil sie diese Karte wiedergefunden und nun durch ein Zipperlein plötzlich Bedarf an Shiatsu haben.

Solltest du auf Veranstaltungen präsent sein, macht auch ein Flyer Sinn, der dein Produkt/deine Dienstleistung kurz vorstellt und vor allem deine Botschaft, unterstützt durch ansprechende Bilder, an den Mann/an die Frau bringt. Wichtig dabei: Achte auf Qualität und lass dir dabei von einem Profi helfen, sonst zerstören minderwertiges Papier und schlechte Fotos die Glaubwürdigkeit deiner Botschaft!

  1.  Website

Ich bin der Meinung, dass man als Unternehmerin ohne Website nicht überleben kann. Wichtig dabei: Die Website muss sowohl für Besucher als auch für Google attraktiv sein, um Erfolg zu haben.

Wichtig für Google

Damit Google deine Website findet und möglichst weit vorne reiht, muss sie für Suchmaschinen optimiert sein. Solltest du dich selbst mit SEO nicht auskennen, lass einen Profi zwei Stunden drüberschauen. Das zahlt sich wirklich aus. Du kannst dein Ranking damit haushoch verbessern. Meine Seite www.spuer-dich.at hat es dadurch (und durch guten Content in meinen Blog) innerhalb weniger Wochen für die wichtigsten Suchbegriffe von Google Seite 4 (die nie jemand aufruft) https://www.spuer-dich.at auf Google Seite 1 geschafft. Nun kommen Kunden einfach von selbst zu mir, weil sie mich im Web gefunden haben.

Wichtig für deine Besucher

Sobald sie dich gefunden haben, entscheiden Design und Content deiner Site, ob sie sofort wieder wegklicken oder sich gezielt informieren. Denn deine Wunschkunden besuchen deine Website, weil sie Fragen haben und Antworten suchen. Sorge also dafür, auf deiner Website alle möglichen Fragen auf einen Blick zu beantworten. Niemand klickt sich bis in die dritte Unterbene durch, wenn er einfach nur wissen will, was hier eigentlich angeboten wird und ob das etwas für ihn ist. Beantworte bereits auf der Startseite, worum es geht und welche Wünsche des Kunden du damit erfüllen kannst. Verwende auch hier professionelle Bilder und beachte das Urheberrecht (jedes Bild ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht einfach so verwendet werden, auch nicht aus dem Internet).

Lass dich als erfolgreiche Unternehmerin bei der Erstellung deiner Website von Profis im Bereich Design und Programmierung unterstützen. Sie ist deine Visitenkarten im Web und vermittelt deine Botschaft durch ihren Inhalt aber auch durch ihr Design.

Konntest du hier wieder ein paar Tipps mitnehmen? Das freut mich. Im 3. Teil des „Marketing der kleinen Dinge“ stelle ich dir das nächste Mal weitere Tools für dein Marketing vor und verrate dir wieder ein paar Fehler, die du leicht vermeiden kannst.

Deine "Midlife Bitch"
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