Endlich ich

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Heißlaufen

Ich hab mir gedacht, ich werd nach einem lagen Winter sanft in den Frühling gleiten, ein bisschen frühjahrsmüde vielleicht, denkste. Stattdessen bin ich gerade richtig manisch, hetze von einem Termin zum nächsten, hab als erfolgreiche selbstständige Frau 1.000 Projekte am Laufen und weiß nicht, wo mir der Kopf steht vor lauter hausgemachter ToDos. Oder findet ihr es normal, dass ich an einem Samstag um 7:00 in der Früh einen Blogbeitrag schreibe? 😉 Am Anfang ist das ja noch lustig und ich fühl mich voller Tatendrang, aber jetzt gerade – das geht schon gut drei Wochen so – merk ich, dass mir das nicht gut tut, ich lauf heiß.

Erschöpfung schleicht sich ein

Ich kenn das ja schon solche Phasen. Und wenn es Phasen bleiben, dann passt das schon. Aber Dauerzustand sollte das keiner werden. Wie fühlt es sich an, das Heißlaufen? Zuerst einmal wird mir alles zu viel. Die Freude am Tun geht verloren und ich arbeite nur mehr meine ToDo-Liste ab. Gleichzeitig merk ich, dass ich nicht mehr so gut schlafe. Einmal Aufwachen in der Nacht, mit ein bissl Herzklopfen und schwer wieder Einschlafen wird da zum Standard und sowas nennt sich ungeschönt betrachtet: Schlafstörung. Dann verliert das Essen den Genuss. Und ich ess ja wirklich unheimlich gern und gesund muss es auch noch sein. Aber irgendwo zwischendurch hineingequetscht, koch ich mir dann nur noch jedes Mal den Standard-Pfannenpampf und kann gar nicht mehr unterscheiden, was ich wann gegessen hab.

Körper und Seele leiden

Außerdem vernachlässige ich meine Beziehung. Schließlich muss ich als erfolgreiche Frau auch noch am Abend schnell irgendwelche Mails checken oder gaaaanz dringend schauen, ob der Newsletter jetzt auch wirklich funktioniert. Dann noch ein paar Abendtermine und der Göttergatte freut sich zwar, dass er mal in Ruhe Playstation zocken kann aber die guten Gespräche das Kuscheln und der Sex wandern auf die lange Bank. Schau ich in den Spiegel, seh ich trockene Haare und blasse Haut. Mein Körper kracht an allen Ecken und Enden – Schultern/Nacken strotzen waren auch schon mal beweglicher.

Langer Rede kurzer Sinn – Heißlaufen ist kein Dauerprogramm und so kann es nicht weitergehen. Weil, wenn es so weitergeht, brenn ich aus und werd ich krank. Ich bin dann nur noch erschöpft. Irgendwann meldet sich mein Magen, mein Kreuz fängt an, wehzutun, die Verdauung geht flöten und das Immunsystem stellt mir einen Baum auf und schickt mich ins Bett. Was also tun?

Meine Cool-Down-Strategie – speziell für Frauen

Gegen das Heißlaufen habe mir folgendes Programm verordnet:

  • Ich gönn mir eine Shiatsu-Einheit, denn das entspannt meinen Körper und vor allem macht den Kopf klar für das, was wirklich wichtig ist im Leben.
  • Die ToDos priorisieren sich danach fast von selbst in wichtige und unwichtige.
  • Dann delegiere ich ein paar ToDos (Aua, da tu ich mir schwer, ist aber total wichtig, denn ich neige dazu, alles an mich zu reißen)
  • Unwichtigere ToDos verschieben
  • Uff
  • Ich geh 2x die Woche laufen und 2x Yoga. Das erdet Körper und Geist, auch wenns mal stressiger wird.
  • Wieder bewusst Rezepte schmökern, dafür einkaufen und kochen, worauf ich wirklich Lust hab.
  • Ich reduziere meinen Kaffeekonsum auf eine Tasse pro Tag.
  • Mindestens jeden zweiten Tag eine Meditation einschieben. Dafür setz ich mich hin und atme solange bis die Affengedanken im Kopf zur Ruhe gekommen sind. Und dann noch ein bisschen länger. Das dauert manchmal 10, manchmal 20 Minuten. Manchmal geht es leicht, manchmal nicht. Meditation ist ein bisschen so wie das Leben, man muss es einfach machen und es gibt keinen Keks dafür – nur mehr Bewusstheit und Erfahrung.

Hast du dich vielleicht gerade ein wenig wiederentdeckt in meinem Beitrag? Wie geht es dir in „heißen“ Phasen und was machst du, um wieder in die Spur zu finden? Schreib mir doch oder hinterlass einen Kommentar, ich freu mich!

Deine "Midlife Bitch"
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2 Responses
  • Eva
    11 . 03 . 2017

    Liebe Barbara, ich finde mich gerade in deinem Blog wieder …. für mich ist Yoga und NIA auch so ein Fixpunkt der mich ein wenig runter holt – ansonsten weis ich, dass ich loslassen sollte aber das gelingt mir leider nicht so gut… daran muss ich mich fleißig arbeiten – aber es macht mir noch viel Spaß und daher gelingt es mir nicht so leicht… Danke dir für deinen Blog … ich finde es großartig wie du schreibst

    • Barbara Reininger
      Barbara Reininger
      11 . 03 . 2017

      Liebe Eva,
      danke! Ich versteh was du meinst. Wichtig ist sicher, die Bodenhaftung nicht zu verlieren.
      Alles Liebe
      Barbara