Endlich ich

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Tun und lassen

Wenn ich etwas vorantreibe, fühle ich mich lebendig, dynamisch, toll, erfolgreich. Oft sitze ich da und zermartere mir das Hirn über neue Projekte, schreibe Emails bis die Tasten rauchen und laufe von Pontius zu Pilatus, damit das Geschäft so richtig anläuft. Das ist nicht immer von Erfolg gekrönt, oft geht trotzdem nichts weiter und man kommt an den Punkt, wo man nur noch angestrengt ist und das Gefühl hat, an eine unsichtbare Gummiwand zu laufen, die einen immer wieder zurückwirft.

Irgendwann hab ich mich dann darüber bitte beschwert. Bei einem Bier. Bei einem Freund. Und was sagt er zu mir? Dass ich als erfolgreiche Frau vielleicht nicht immer „Tun“ muss sondern, dass ich manchmal auch einfach mal „lassen“ kann, damit die Dinge Zeit und Raum finden, auf mich zukommen zu können.

Wow, interessanter Gedanke!

Ein Selbstversuch im „Lassen“

Ich wage vorsichtige Versuche im „Lassen“. Tue mal ein paar Tage gar nichts Geplantes. Setze mich einmal sogar ins Kaffeehaus. Einfach zum Lesen eines Romans. Habe sofort ein schlechtes Gewissen. Sollte ich nicht lieber etwas tun? Ok, ich lese. Aber ist das auch sinnvoll? Bringt mich das voran?

Nach den ersten Startschwierigkeiten (ich darf ja nicht losstarten sondern muss loslassen), stellen sich interessante Erkenntnisse ein: Gebe ich mir selbst und anderen Zeit, geschehen Entwicklungen fast von selbst, begegnen mir Menschen, die mir helfen, rutschen Puzzlesteine an den richtigen Platz.

Selbstständigsein ist also offenbar ein Wechselspiel zwischen aktiv sein und ruhend in mich hineinhorchen. Zwischen extrovertiert die Dinge voranbringen und introvertiert nachspüren, ob die Richtung auch passt. Beides ist wichtig.

Warum finde ich Nichtstun so unsexy?

Für mich ist gerade das Passivsein, das Warten, das Lassen sehr schwer (sogar beim Schreiben sträubt sich etwas in mir dagegen, ich will doch vorankommen ;)) Gerade deshalb muss ich mich immer wieder ermahnen, es zuzulassen (nicht zu erzwingen, wie paradox). Denn, stürmt man nur nach vorn, verliert man den Weg und sehr bald auch sich selbst. Nicht ohne Grund ist die Burn-out-Gefahr für Jungunternehmer sehr hoch.

Heilsame Erkenntnis

Wie viele andere muss auch ich mir immer wieder bewusst machen, dass man auch beim Selbstständigmachen nicht alles selbst können kann und können muss. Ein Unternehmen aufzubauen ist etwas Großes, in der Welt an allen Ecken und Enden Verwurzeltes und Verbundenes. Es ernährt sich auch von äußeren Impulsen, von dem, was von anderen Menschen und Organisationen kommt und manchmal sind es auch scheinbar zufällige Entwicklungen, direkt vom Universum, die die Entwicklung vorantreiben. Wenn ich das akzeptiere, bin ich erfolgreicher.

Starke Partner helfen beim Start

Nichtsdestotrotz schadet es nicht, für sein Unternehmen gute Rahmenbedingungen zu schaffen. (Endlich sind wir wieder beim Tun ;)) So sollte man sich als Jungunternehmer darüber informieren, welche Organisationen einem am Anfang unter die Arme greifen können. Ein wichtiger Ansprechpartner, schon vor der Unternehmensgründung, ist die Wirtschaftskammer. Sie bietet laufend kostenlose Workshops zu den Themen Steuern und Sozialversicherung an, die ich jedem, der mit dem Gedanken der Selbstständigkeit spielt, nur ans Herz legen kann. In vier Stunden erfährt man hier überlebenswichtige Tipps, lernt anderen Jungunternehmer kennen und erhält einen Haufen an praktischen Nachschlagebroschüren, die einem über die erste Zeit der Unsicherheit helfen. Hat man dann gegründet, kann man über die Wirtschaftskammer weitere Workshops zu ganz unterschiedlichen Themen besuchen und fehlendes Know-how ergänzen.

Deine "Midlife Bitch"
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