Endlich ich

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Sichtbar sein als Frau – wo liegt da das Problem?

Ein Gastbetrag von Kathrin Sieder

Meine Sehnsucht ist groß, mich als Frau voll anzunehmen und mich mit dem, was ich drauf habe, zu zeigen. Diese Sehnsucht lässt meine Träume groß werden und motiviert mich, seit meiner Pubertät zu forschen, was es braucht, damit ich mich als Frau traue, mich zu zeigen. Endlich sichtbar zu sein!

Problem 1: Ich weiß gar nicht, was ich drauf hab! Was dann zeigen?

Früher wusste ich erst gar nicht, womit ich denn sichtbar werden will, weil ich mich selbst nicht kannte. Als Frau habe ich gut gelernt, mich anderen anzupassen und mich mehr nach den anderen zu richten als nach mir. Daher hatte ich auch keinen Zugang zu dem, was ich kann und was ich will. Wer bin ich und was will ich? Wo liegen meine Kompetenzen? Für welche Werte stehe ich ein? In jahrelanger Arbeit mit tollen Frauen als Begleiterinnen hab ich Schritt für Schritt herausgefunden, worin ich gut bin und was ich will und noch viel wichtiger: Was ich nicht will! Nach und nach hab ich mich in den letzten 5 Jahren sichtbar gemacht. Stück für Stück hab ich begonnen, mich zu zeigen.

Problem 2: Mich selbst abzulehnen, hindert mich daran, mich zu zeigen.

Nun weiß ich zwar schon viel besser, wo meine Kompetenzen liegen, aber das gut erhaltene Muster „Ich bin nicht gut genug“ hindert mich daran. Ich lehne mich und meine Qualitäten immer wieder mal ab. Im inneren Dialog mit mir selbst kommt etwas zum Schluss, dass ich noch etwas optimieren muss. Ich brauch noch eine Ausbildung, es ist noch nicht ausreichend. Schluss damit! Wie viele Ausbildungen hast du schon gemacht? Noch eine weitere machen, damit du endlich damit sichtbar wirst, was du drauf hast? NEIN, bitte nicht. Fokus auf die Fülle und nicht auf den Mangel. Seitdem ich begonnen habe, meine innere Kritikerin auszutauschen und der liebevollen, mir wohlgesonnenen Stimme Platz zu geben, fällt es mir leichter, mich so zu zeigen, wie ich gerade bin.

Problem 3: Die Angst abgelehnt zu werden

Sich zeigen bringt viele Ängste mit sich. Hinter all meinen Ängsten, die ich erforscht habe, steckt die Angst, abgelehnt zu werden. Gut eingebrannt halte ich an ihr fest und sie ist immer ein Grund, mich nicht sichtbar zu machen. Die vielen Erfahrungen aus der Vergangenheit haben mir gezeigt, dass es besser ist, sich nicht zu zeigen. Das Gefühl, mit den genialsten Ideen als dumm, blöd oder verrückt abgestempelt zu werden, will ich nicht immer wieder aufs Neue erleben. So und jetzt ist auch damit Schluss! Wenn ich meine Ängste erkenne, habe ich die Möglichkeit, sie zu überwinden. Ich bin nicht mehr in dem System, wo irgendwer etwas von mir verlangt. Ich hab mir ein Umfeld geschaffen, das mich und meine verrückten Ideen genial findet. Wo Menschen mich bestärken, nach draußen zu gehen, mit dem was ich drauf habe.

Problem 4: Mutlos bleibe ich in meinem Schneckenhaus

Immer wenn eines der ersten drei Probleme im Vordergrund steht, bin ich mutlos. Es wäre viel zu gefährlich, mich sichtbar zu machen. Zum Glück gibt es da die Sehnsucht in mir, die mein Schneckenhaus zu klein werden lässt. Es wird eng in mir. Ich setze die nächsten Schritte, um meinem Traum näher zu kommen. Dem Traum, mich mit meiner wahren Größe zu zeigen. Meine Kompetenzen zu teilen und dafür Geld zu verlangen. Wow… Geld verlangen… Das erfordert Selbstvertrauen und Mut. Ich bin so gut in dem, was ich mache! Und andere geben mir Geld dafür. Vor fünf Jahren wäre dies noch undenkbar gewesen. Heute kann ich von dem, was ich mache, leben, weil ich den Preis dafür verlange, den ich mir wert bin. Meine Sehnsucht und mein Traum haben mich mutig werden lassen und heute weiß ich, dass ich viele Facetten von meinem Traum schon lebe! Mein Traum ist Wirklichkeit.

Mach auch du deine Träume real! Verlass dein Schneckenhaus und beginn dich zu zeigen mit dem, was du drauf hast!

Gastbeitrag von Kathrin Sieder: Sichtbar – WebseitenCoaching für Unternehmerinnen

kathrinsieder.at

Über Kathrin

Kathrin unterstützt Unternehmerinnen mit dem, was sie drauf haben, sichtbar zu werden. Sie gibt Raum für alle noch so verrückten Ideen und Visionen und sie macht Mut, mit diesen nach außen zu gehen. Ganz konkret begleitet sie bei der Klärung der eigenen Expertise und verpackt diese in eine WordPress-Webseite.

Deine "Midlife Bitch"
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3 Responses
  • sylvia wallner
    24 . 05 . 2017

    WOW kathrin!!!! einfach nur WOW – du schreibst so aus deinem herzen, dass mir die gänsehaut aufläuft. weiter so, entdecke dich weiter, entpuppe dich und vor allem ZEIG DICH!!!! als frau, mit allem was du kannst und vielleicht auch nicht kannst – aber TU ES! und mach anderen frauen mut es dir gleichzutun.
    eine umarmung schickt sylvia

  • Barbara Jascht
    25 . 05 . 2017

    Midlife Bitch! Wenn das keine astreine EGO-Pertise ist. Ich finde das so toll, wie du dich gerade entfaltest.
    Dein EGO 2.0 Barbara

    • Barbara Reininger
      Barbara Reininger
      26 . 05 . 2017

      Liebe Barbara,
      Kathrin hat bei mir diesen tollen Gastbeitrag geschrieben und ich freue mich sehr darüber. Nur, damit keine Verwirrung entsteht: die Midlife Bitch bin ich 😉
      Ich freu mich übrigens auch, wenn du hier mal einen Gastbeitrag verfassen magst. Hab schon viel von dir gehört.

      Alles Liebe
      Barbara

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