Endlich ich

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Das Marketing der kleinen Dinge (Teil 1)

Hast du als Frau ein Unternehmen gegründet und es läuft noch nicht so richtig? Der Erfolg ist noch nicht sichtbar. Die Kunden wollen nicht kommen, obwohl du ein ganz tolles Produkt oder eine wunderbare Dienstleistung anbietest? Vielleicht kennen sie dich und dein Angebot einfach nicht! Wo bist du sichtbar? Hm, eigentlich nicht so wirklich?

Dann wird es Zeit, dich mit dem Thema Marketing auseinandersetzen!

Keine Angst

Marketing klingt für dich nach Waschmittelwerbung, Geheimwissenschaft und Agenturblabla und du kennst dich hint und vorn nicht aus damit? Du hast das Gefühl, dass dich das nichts angeht, weil du dich mit voller Kraft auf dein Business konzentrieren willst? Aber was, wenn dein Business so nicht funktioniert? Produkte und Dienstleistungen gibt es wie Sand am Meer und via Internet kann sich jeder Kunde alles zu jeder Zeit kaufen. Wenn er/sie also genau DEIN Produkt kaufen soll, dann musst du dich:

1. Sichtbar machen
2. Von anderen Produkten erfolgreich abheben

Dafür hast du zwei Möglichkeiten: Du lachst dir eine Marketingspezialistin an und zahlst gutes Geld dafür. Oder du eignest dir selbst ein paar Marketing-Basics an und reservierst einen Teil deiner Zeit für Marketing.

Aber was ist Marketing eigentlich?

Die gute Nachricht: Du machst schon Marketing. Denn, sobald du dein Unternehmen startest und dich jemand wahrnimmt, machst du ständig bewusst oder unbewusst Marketing. Alles, was du tust, hinterlässt bei (potenziellen) Kunden einen Eindruck. Vom Firmennamen, über den Raum, in dem du dein Business ausübst, über die Website bis hin zu deinem Kleidungsstil und Auftreten. Jede Handlung und jedes Bild nach außen, entscheidet darüber, ob jemand bei dir kauft oder nie wieder kommt. Das klingt auf den ersten Blick ein bisschen unheimlich. Du kannst es aber auch gezielt nutzen, um den Kunden genau das richtige Bild zu vermitteln.

Deine „Geschichte erzählen“

Du willst sofort losstarten? Dann läufst du Gefahr, viel Zeit (und Geld) in sinnlose Aktionen zu investieren. Denn im Marketing geht es nicht darum, möglichst viel zu tun – es ist völlig ausreichend, genau das Richtige tun. Setz dich also mal gemütlich hin und lass dir ein paar Gedanken zum Folgenden durch den Kopf gehen:

John Hegarty, Marketingguru aus London, hat einmal gesagt:

„Wir kaufen nicht, was wir haben wollen, wir konsumieren, was wir sein möchten.“

In diesem Statement steckt etwas ganz Wichtiges: Menschen lassen sich beim Kaufen nicht von rationalen Gedanken leiten sondern von ihren Gefühlen. Und sie kaufen nicht ein Produkt, sondern eine Geschichte über dieses Produkt, das zu ihrer ganz persönlichen Geschichte passt. Wie findest du jetzt heraus, was für Geschichten du als erfolgreiche Frau erzählen sollst? Dazu musst du dir erstmal ein paar Gedanken machen, und zwar:

  1. Über dein Produkt/deine Dienstleistung
  2. Über deine potenziellen Kunden

Dein Produkt/deine Dienstleitung – die Marke

Für dich selbst ist dein Angebot das tollste auf der Welt. Wie kannst du das Tolle daran auch anderen Menschen näher bringen? Indem du eine Marke erzeugst. Große Marken wie z.B. Coca Cola verkaufen nicht nur braune Limo sondern ein Lebensgefühl, das du mitgeliefert bekommst, wenn du die das Zeug trinkst. Vom Zisch, beim Öffnen über die kondensierten Bläschen an der Glas(!)flasche bis zur Badewanne mit Eiswürfeln auf dem Dach, in der du in der Sommerhitze mit deiner Freundesclique abchillen kannst. Hast du jetzt ein Bild im Kopf? Vielleicht sogar eine Gänsehaut? Genau so funktioniert Marketing.

Nimm dir also einen Zettel und schreib dir Gefühle auf, die dein Produkt/deine Dienstleistung erzeugen soll. Vielleicht entwickelt sich daraus sogar schon eine kleine Geschichte? Ist diese Geschichte einzigartig oder nur ein Abklatsch deiner Konkurrenz?

Was ist das Besondere und Einzigartige an deiner Geschichte? Die Unique Selling Proposition (USP)? Passt diese Geschichte zu dir? Kannst du sie authentisch vertreten?

  • Fasse deine einzigartige Geschichte in einem Satz zusammen.
  • Verwende diese Geschichte in allem, was du nach außen über dein Unternehmen verbreitest (Website, Logo, Flyer, Verkaufsgespräche, Raumgestaltung, Facebookposts etc.)

Das kann etwa so aussehen:

„Mit meinem Shiatsu schaffe ich für jeden einen kleinen Entspannungsoase und sorge dafür, dass meine Klienten ihre Verspannungen loswerden, gut schlafen, ihre Erschöpfung besiegen und sich endlich wieder so richtig gesund und rundum wohl fühlen.

oder auch so:

„Mein Shiatsu schenkt dir Einen friedvollen Moment an einem stressigen Tag, ein Loslassen, wenn Festhalten zur anstrengenden Gewohnheit geworden ist, ein Aufatmen, wenn dich alles bedrückt, eine helfende Hand, für ein schwieriges Stück Weg und heilende Berührung, dort, wo es weh tut – ein Stückchen Glück, einfach so.“

Deine Kunden – die Zielgruppe

Nur, wenn du weißt, wer deine Kunden sind (oder sein sollen), kannst du kostengünstiges Marketing machen und dein Angebot erfolgreich verkaufen. Vielleicht denkst du dir, JEDER soll meine Produkte kaufen? Wenn du nicht über das Budget von Coca Cola verfügst, kann das nicht funktionieren, denn JEDEN kannst du nicht ansprechen. Ist aber auch gar nicht notwendig. Schließlich ist dein Produkt/deine Dienstleistung für eine ganz besondere Gruppe von Menschen interessant und es ist viel weniger aufwändig, wenn du nur genau diese Gruppe von Menschen erreichen musst.

Schreib dir also auf einen Zettel auf, wer und wie dein Kunde sein soll.

Das kann z.B. bei Bio-Kindermode so aussehen:

  • Erwachsene Frauen (Mamis bis Omis) mit Kindern zwischen 0 und 12 Jahren
  • An Nachhaltigkeit und Qualität interessiert
  • Modebewusst
  • Verfügen über mittleres bis hohes Einkommen

Oder bei Shiatsu-Massage so:

  • Erwachsene Frauen mit Schwerpunkt zwischen Mitte 30 und Mitte 50
  • Gesundheitsbewusst und ganzheitlich orientiert
  • Mit Verspannungen, Schlafproblemen Burnout/Erschöpfung
  • Auf der Suche nach sich selbst
  • Verfügen über mittleres bis hohes Einkommen

Wenn deine Wunschkunden definiert hast, kennst du deine Zielgruppe. Jetzt musst du nur noch herausfinden, was sich deine Zielgruppe sehnlichst wünscht und dann eine Geschichte erzählen, die klar macht, wie dein Produkt/deine Dienstleistung diese Wünsche erfüllt.

Im nächsten Teil von „Das Marketing der kleinen Dinge“ geht’s weiter mit den wichtigsten Regeln im Marketing. Stay tuned!

Deine "Midlife Bitch"
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2 Responses
  • Barbara
    29 . 03 . 2017

    Super, das finde ich eine sehr schöne und treffende Zusammenfassung! Binnschon gespannt auf Teil 2 😉

    • Barbara Reininger
      Barbara Reininger
      29 . 03 . 2017

      Danke 🙂
      Als nächstes kommen ein paar Do’s and Don’ts und Low/No-Budget-Marketingtools, denk ich….

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